Berlin (dpa) – Schauspielerin Sandra Hüller ist dankbar für die internationale Anerkennung, die sie gerade bekommt. Alleine in den vergangenen Tagen hat die 45-Jährige eine Golden-Globe-Nominierung, den Europäischen Filmpreis und einen US-Kritikerpreis erhalten.

Angesprochen auf ihre Nominierung für einen Golden Globe sagte sie: «Ich bin mehr als dankbar für die vielen Nominierungen durch die Hollywood Foreign Press für „The Zone of Interest“ und „Anatomie eines Falls“, meine inbegriffen. Die Nominierungen zeigen, dass wir alle miteinander verbunden sind, egal welcher Herkunft. Diese beiden Filme sprechen eine universelle Sprache für jede und jeden. Ich freue mich.»

Hüller spielt die Hauptrolle in Justine Triets Justiz-Drama «Anatomie eines Falls». Ihre so dezent wie vielsagende Performance in dem Film bringt ihr seit der Premiere bei den Filmfestspielen Cannes großes Lob ein. Dort gewann der Film die Goldene Palme. Den zweitwichtigsten Preis erhielt bei dem Festival das Geschichts-Drama «The Zone of Interest» von Jonathan Glazer, in dem Hüller an der Seite von Christian Friedel die Frau des Auschwitz-Kommandanten Rudolf Höß verkörpert.

Am Montag war bekannt geworden, dass die aus Suhl stammende und in Leipzig wohnende Hüller eine Chance auf einen Golden Globe als «Beste Darstellerin in einem Filmdrama» hat. Sowohl «Anatomie eines Falls» als auch «The Zone of Interest» sind ebenfalls nominiert. Die Trophäen sollen am 7. Januar 2024 vergeben werden.

Der nächste große Schritt in der Filmpreissaison wäre für Hüller nun die Shortlist der Oscar-Nominierungen, die am 21. Dezember bekannt wird. Die Nominierungsliste selbst wird dann am 23. Januar verkündet – und die Oscar-Preisverleihung ist am 10. März.